Jun 30, 2020

Aufbau einer effizienten Sicherheits- und Compliance-Strategie. Teil 1: Herausforderungen und Fehler

Mit der fortschreitenden Digitalisierung der Welt sind Unternehmen mehr Stress ausgesetzt während sie ihre Assets vor Cyber-Bedrohungen schützen. Eine Herausforderung ist es, eine zuverlässige und robuste Sicherheits-Compliance-Strategie zu entwickeln. Die Andere sich an die weiterentwickelnden Vorschriften und Standards anzupassen.

Unternehmen sind heute einer Reihe von Sicherheitsbedrohungen und sich ständig ändernden Compliance-Anforderungen ausgesetzt. Wenn das Unternehmen wächst, vermehren sich Datenschutz- und Sicherheitssorgen und die Liste der Prioritäten wächst.

In Bezug auf die IT-Sicherheit bemühen sich Unternehmen um Compliance, um die formelle Sicherheitszertifizierungen zu erhalten, und um Sicherheitsverpflichtungen zu verringern und digitale Assets vor einer stetig wachsenden Anzahl von Cyber-Bedrohungen zu schützen.

Werfen wir einen Blick auf häufige Herausforderungen und Fehler, mit denen Unternehmen bei der Durchsetzung und Verwaltung ihrer Sicherheits-Compliance-Strategien konfrontiert sind.

Die TOP-5-Herausforderungen bei der Einrichtung einer Cybersicherheitsstrategie

1. Geopolitische und lokale Vorschriften

Der Fokus sollte sowohl Global aber auch National sein, beeinflusst durch politischen und regulatorischen Aspekte . Unternehmen sollten sich an bestehende Vorschriften orientieren und dabei ihre Branche und Standorte berücksichtigen, an denen sie geschäftlich tätig sind. Einige Zertifizierungen sind ein Muss, wenn Sie in bestimmten Ländern geschäftlich tätig sind (z. B. IT-Grundschutz für Deutschlands kritische Infrastruktur-Provider), während andere möglicherweise die Einhaltung völlig anderer Standards erfordern. In Bezug auf Datenschutz ist GDPR oder die DSGVO beispielsweise ein Muss für Unternehmen in Europa und für Unternehmen, die mit europäischen Unternehmen zusammenarbeiten. Wenn Sie auf den amerikanischen Markt abzielen, sollten Sie eine CCPA-Zertifizierung anstreben.

2. Krise und höhere Gewalt

Wie die aktuelle Krise gezeigt hat, waren nicht alle Unternehmen bereit, sich der Pandemie zu stellen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Einfluss auf Sicherheit, Datenschutz und Geschäftskontinuität zu verringern. Der Wechsel auf den Work-from-Home Modus hat viele Unternehmen vor große Hindernisse gestellt, um sichere Verbindungen und Netzwerke für ihre Mitarbeiter bereit zu stellen und Datenverletzungen zu vermeiden.

3. Governance und Mitwirkung

Compliance erfordert die uneingeschränkte Einbeziehung des gesamten Unternehmens in den Prozess, sodass alle, vom Top-Management bis zu den Auszubildenden, Anstrengungen unternehmen, um zuverlässige und robuste Sicherheitsrichtlinien aufrechtzuerhalten und zu befolgen.

Entscheidungsträger des Unternehmens müssen Vorschriften unterstützen und durchsetzen, sie sollten an Sicherheitsentscheidungen beteiligt sein, Risiken verstehen und das richtige Budget für angemessene Ressourcen und Tools zur Unterstützung der Implementierung von Maßnahmen bereitstellen.

4. Schnelle Anpassung an sich ändernde Trends

Die Regulierungsbehörden erwarten von den Unternehmen, dass sie ein ausführliches Bild der operativen Belastbarkeit haben, indem sie sowohl die operationellen Risiken kontrollieren als auch die Störungen bewältigen. Daher benötigen sie einen umfassenden Ansatz, einschließlich Bestandsanalyse, Risikoanalyse und Kontinuitätsplanung.

5. Wachsende Cyberkriminalität

Neue Technologien haben für Unternehmen unbestreitbare Vorteile, um ihren Kunden einen besseren Service und Mehrwert zu bieten. Gleich so erhöht sich das Risiko für Cyberkriminalität und Betrug.

In 2020 waren personenbezogene Daten “sehr gefragt”. Die Sicherheitsverletzungen diesbezüglich verdoppelten sich (58% der Gesamtzahl), 86% der Sicherheitsverletzungen waren finanziell motiviert (Verizon 2020 Data Breach Investigation Report). Die drei Hauptursachen für Datenschutzverletzungen sind Diebstahl von Anmeldeinformationen, soziale Angriffe (d. h. Phishing via E-Mails) und Softwarefehler. Für die meisten Unternehmen sollten diese drei Bereiche im Mittelpunkt der Sicherheitsanstrengungen stehen.

Drei Fehler beim Aufbau einer Sicherheits- und Compliance-Strategie

Hier sind die häufigsten Fehler beim Bestreben, sich an Vorschriften und internationale Standards anzupassen.

Fehler: Eine globale Compliance-Strategie kann nicht skaliert werden

Während jedes globale Unternehmen eine Compliance-Strategie hat, denken nur sehr wenige darüber nach, diese Strategien so zu integrieren, dass sie die betriebliche Effizienz und Rentabilität unterstützen.

Lösung: Gehen Sie proaktiv und ganzheitlich vor, um ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) in der Organisation aufzubauen, indem Sie nicht nur technologische Aspekte der Sicherheit berücksichtigen, sondern auch die Menschen und das Arbeitsumfeld berücksichtigen. Dieser Ansatz wird Unternehmen dazu zwingen, ihr Sicherheitssystem umfassender zu gestalten.

Fehler: Schlechte Due-Diligence der Anbieter

Die ordnungsgemäße Prüfung Ihrer Geschäftspartner, Drittanbieter und Dienstleister ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Verwaltung Ihrer Sicherheits- und Compliance-Strategie.

Lösung: Stellen Sie ein effektives Risikomanagement von Drittanbietern, Ihren Partnern und Outsourcern sicher, indem Sie ein angemessenes TPRM (Third Party Risk Management Framework) erstellen. 

Fehler: Isolierte Daten, isolierte Teams und veraltete Technologien

Einer der häufigsten Fehler besteht darin, die Compliance-Bemühungen über verschiedene Arbeitsgruppen hinweg zu komplizieren und veraltete Software zu verwenden, die sich nicht integrieren lässt.

Lösung: Betrachten Sie Compliance-Plattformen und Cloud-basierte Lösungen für einen schnellen Datenzugriff und Analyse. Die richtige Software kann Ihnen helfen, Kosten zu minimieren, Redundanzen zu reduzieren und Daten zu optimieren. Eine integrierte Plattform ist die beste Option für Sie, um komplizierte Teamarbeit zu vermeiden und die Daten zum Compliance-Programm eines Unternehmens schnell abzurufen.

Kritische Komponenten der IT-Sicherheits-Compliance-Strategie

Cybersicherheitsstandards sind eine solide Grundlage für Unternehmen, um ihr ISMS aufzubauen, zu verwalten und kontinuierlich zu verbessern. Angesichts aller möglichen Herausforderungen und einer Reihe häufiger Fehler wird deutlich, dass die Erstellung eines effektiven ISMS für kein Unternehmen unabhängig von seiner Größe oder seinem operativen Bereich ein eintägiger Vorgang ist.

Strategien zur Einhaltung der Vorschriften sollten Antworten auf die folgenden Fragen enthalten:

  • wie behandelt Ihre Organisation relevante Sicherheitsstandards aus betrieblicher Sicht;
  • wie richten Sie sicherheitsrelevante Prozesse ein und ändern sie bei Bedarf;
  • wie messen Sie die effektive Risikominderung und den Compliance-Erfolg;
  • welche Tools und bewährten Techniken verwenden Sie dafür.

Ein umfassender, ganzheitlicher Ansatz zur Einrichtung Ihres ISMS ist entscheidend für eine effiziente und intelligent skalierte Aufwand-, Zeit- und Kosteneffizienz. Infopulse SCM ist eine der fortschrittlichen GRC-Lösungen, mit denen Sie Ihr ISMS gemäß Ihren Geschäftsanforderungen umsetzen können.

Im nächsten Artikel der Serie finden Sie eine schrittweise Anleitung und eine Checkliste zum Einrichtung eines ISMSs.

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